Neuer Abwärme-Liefervertrag für die Fernwärme Laakirchen

13.05.2019

Die Unternehmen UPM-Kymmene Austria GmbH und die KELAG Energie & Wärme GmbH haben einen neuen Abwärme-Liefervertrag für die Fernwärmeversorgung in der Stadt Laakirchen unterzeichnet.

Adolf Melcher (Geschäftsführer KEW), Ernst Spitzbart (Geschäftsführer UPM-Kymmene Austria GmbH), Fritz Feichtinger (Bürgermeister Laakirchen) und Günther Stückler (Geschäftsführer KEW) bei der Vertragsunterzeichnen (v.l.n.r.)
Adolf Melcher (Geschäftsführer KEW), Ernst Spitzbart (Geschäftsführer UPM-Kymmene Austria GmbH), Fritz Feichtinger (Bürgermeister Laakirchen) und Günther Stückler (Geschäftsführer KEW) bei der Vertragsunterzeichnen (v.l.n.r.)
„Dem Vertragsabschluss sind konstruktive Verhandlungen vorausgegangen, es freut uns, dass wir auch in Zukunft zusammenarbeiten“, sagt Ernst Spitzbart, Geschäftsführer der UPM-Kymmene Austria GmbH in Steyrermühl. „Unsere Unternehmen haben sehr gut miteinander verträgliche strategische Grundsätze.“ Adolf Melcher, Geschäftsführer der KELAG Energie & Wärme GmbH: „Wir können unseren Kunden in der Stadt Laakirchen weiterhin grüne Wärme liefern und so aktiv zum Klimaschutz beitragen.“

Technisch einzigartige Konzeption
UPM-Kymmene Austria in Steyrermühl verfügt über eine Produktionskapazität von bis zu 300.000 Tonnen Zeitungsdruckpapier und bis zu 400.000 Festmeter Schnittholz pro Jahr. In den industriellen Prozessen des Unternehmens entsteht grüne Abwärme, die von der KELAG Energie & Wärme GmbH für die Fernwärmeversorgung in der Stadt Laakirchen genutzt wird. Geschäftsführer Ernst Spitzbart: „Die Anlage für thermomechanisches Pulping stellt das Optimum für eine kombinierte stoffliche Nutzung von Biomasse als Reststoff des Sägewerkes und der Erzeugung von CO2-freier Wärme durch den Einsatz von Strom aus Wasserkraft und Biomasse dar. Die Zukunft einer CO2-freien Produktion 'beyond fossils' wird zur Realität.“

Die Abwärme stammt aus einem industriellen Prozess, bei dem Holz zu Fasern gemahlen wird. Bei diesem Prozess entsteht Wasserdampf, diese Energie wird über eine Fernwärmeübergabestation in unser Netz eingespeist. Bei dieser technisch einzigartigen Konzeption gibt es keine Verbrennung von Primärenergieträgern.

Fernwärme Laakirchen
Seit dem Jahr 1990 betreibt die KELAG Energie & Wärme GmbH das Fernwärmenetz in Laakirchen. Pro Jahr werden rund 22 Millionen Kilowattstunden Wärme für die Heizung und das Warmwasser an die Kunden geliefert. „Mit unserem Vorlieferanten UPM ist es uns möglich, unsere Kunden langfristig und gesichert mit umweltfreundlicher Fernwärme zu versorgen“, sagt Adolf Melcher, Geschäftsführer der KELAG Energie & Wärme GmbH. „UPM ist aber nicht nur unser Wärmelieferant, sondern gleichzeitig auch ein großer Fernwärmekunde.  Wir versorgen 16 Gebäude von UPM mit Fernwärme. Weiters sind zahlreiche Gebäude von Wohnungsgesellschaften, aber auch Industrieunternehmen und die Papiermacherschule an unser Netz angeschlossen. Auch die Stadt Laakirchen gehört mit 17 Gebäuden zu unseren großen Wärmekunden in Laakirchen“, erläutert Melcher.

Vorzeigeprojekt Laakirchen
Das Wärmenetz in der Stadt Laakirchen gehört zu den mittelgroßen Fernwärmesystemen der KELAG Energie & Wärme GmbH. „Wegen der einzigartigen Wärmeaufbringung von UPM ist Laakirchen aber ein Vorzeigeprojekt für eine umweltfreundliche Wärmeversorgung“, betont Melcher. „Durch die Nutzung der Abwärme ersparen wir im Vergleich zum Einsatz von Heizöl unserer Luft pro Jahr rund 5.400 Tonnen Kohlendioxid. So tragen wir gemeinsam mit unseren Partnern aktiv zum Klimaschutz bei!“

Fritz Feichtinger, Bürgermeister der Stadt Laakirchen freut sich über den heutigen Vertragsabschluss von UPM-Kymmene Austria und KELAG Energie & Wärme. „Die Fernwärme in unserer Stadt ist sehr ökologisch und nun für die nächsten Jahre gesichert, das ist uns sehr wichtig. Alle Gebäude der Stadtgemeinde Laakirchen, die sich in der Nähe des Fernwärmenetzes befinden, werden mit Fernwärme versorgt.“ Sehr positiv äußert sich Bürgermeister Fritz Feichtinger über die bisherige Zusammenarbeit mit der KELAG Energie & Wärme. „Das Unternehmen hat sich als verlässlicher Partner erwiesen!“

UPM in Steyrermühl
UPM ist Weltmarktführer bei der Herstellung von Publikationspapieren. Das Unternehmen hat seinen Ursprung in Finnland, betreibt international 15 Papierfabriken und beschäftigt rund 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Am Standort Steyrermühl beschäftigt UPM in der Papierfabrik, im Sägewerk und weiteren Tochterfirmen für die Altpapiersortierung, Logistik und Erzeugung von Bioenergie rund 400 Fachkräfte. Industrielle Abwärme entsteht beim Aufbereiten von Hackschnitzeln und im Wirbelschichtkessel, in dem biogene Reststoffe verfeuert werden. „Den Großteil der Abwärme benötigen wir für unsere eigenen Prozesse, vor allem für die Papiertrocknung“, sagt Geschäftsführer Ernst Spitzbart. „Einen Teil der Abwärme können wir aber für die Fernwärmeversorgung in Laakirchen auskoppeln, das ist ein wichtiges Element in unserer Gesamtkonzeption.“

KELAG Energie & Wärme ist ein großer Nutzer industrieller Abwärme in Oberösterreich
Die KELAG Energie & Wärme GmbH, ein Tochterunternehmen der Kelag, ist der größte österreichweit tätige Anbieter von Fernwärme auf der Basis von industrieller Abwärme und Biomasse. Das Unternehmen betreibt in acht Bundesländern rund 80 Fernwärmenetze und rund 900 Heizzentralen. „Auch in Oberösterreich sind wir ein großer Nutzer von industrieller Abwärme“, betont Günther Stückler, Geschäftsführer der KELAG Energie & Wärme GmbH. „Laakirchen ist für uns ein Beispiel für eine besonders umweltfreundliche Lösung. In Geinberg nutzen wir Geothermie für die Fernwärmeversorgung, in Linz-Leonding beziehen wir Abwärme der voest, um unser größtes Fernwärmenetz in Oberösterreich zu betreiben.“

Weitere Wärmeversorgungen betreibt die KELAG Energie & Wärme GmbH in Oberösterreich in Kremsmünster, Mondsee, Enns/Ennsdorf, Aschach, Pöchlarn und Steyr. „Wir beliefern drei große Krankenanstalten sowie zahlreiche Kunden aus Industrie, Gewerbe und Wohnbau pro Jahr mit rund 370 Millionen Kilowattstunden Wärme und Dampf“, erläutert Stückler. „Zusätzlich haben wir in Oberösterreich auch Strom- und Gaskunden. www.kew.at

Über UPM Communication Papers
UPM Communication Papers ist der weltweit führende Hersteller von grafischen Papieren und bietet seinen Kunden aus der Werbebranche, dem Verlagswesen und Anwendern aus den Bereichen Home und Office eine umfangreiche Produktpalette. Die leistungsstarken Papiere und Service-Konzepte von UPM schaffen Mehrwert für unsere Unternehmenskunden und erfüllen zugleich aktiv die strengsten Kriterien für Umweltschutz und soziale Verantwortung. Mit Hauptsitz in Deutschland beschäftigt UPM Communication Papers etwa 8.000 Mitarbeiter. Weitere Informationen zu UPM Communication Papers und allen Produkten finden Sie unter www.upmpaper.com

UPM
Wir liefern erneuerbare und verantwortungsvolle Lösungen sowie Innovationen für eine Zukunft ohne fossile Rohstoffe. Unser Konzern besteht aus sechs Geschäftsbereichen: UPM Biorefining, UPM Energy, UPM Raflatac, UPM Specialty Papers, UPM Communication Papers und UPM Plywood. Wir beschäftigen weltweit etwa 19.000 Mitarbeiter und unsere Umsatzerlöse liegen bei etwa 10,5 Mrd. Euro pro Jahr. Die Aktien von UPM werden an der Wertpapierbörse NASDAQ OMX Helsinki notiert. UPM Biofore - Beyond fossils. www.upm.com

 

 


13.05.2019
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