Spatenstich für ein innovatives Projekt in der Obersteiermark: Industrielle Abwärme für Trofaiach

04.07.2014

Die KELAG Wärme GmbH stellt die Fernwärmeversorgung in der Stadt Trofaiach von Erdgas auf industrielle Abwärme um. Möglich wird das durch ein Gemeinschaftsprojekt mit den Stadtwerken Leoben und der voestalpine Donawitz.


Die Vertreter der Kelag und KELAG Wärme GmbH, der Stadtwerke Leoben, der voestalpine, der Städte Leoben und Trofaiach sowie weitere Ehrengäste beim Spatenstich zum Projekt „Abwärme-Nutzung für die Wärmeversorgung in Trofaiach“


Statements zum Projekt


Die Stadtwerke Leoben stellen der KELAG Wärme GmbH Abwärme bereit, die aus dem Produktionsprozess der voestalpine Donawitz ausgekoppelt wird. Dafür investieren die Stadtwerke Leoben rund eine Million Euro in den Umbau der Wärme-Auskoppelungsanlage. Die KELAG Wärme GmbH wiederum investiert rund 6,5 Millionen Euro in den Bau einer 8,2 km langen Fernwärmeleitung nach Trofaiach. Über die neue Fernwärmeleitung werden ab Herbst 2014 rund 32 Millionen Kilowattstunden Wärme pro Jahr von Donawitz nach Trofaiach transportiert werden, das entspricht dem Wärmebedarf von 6.500 Wohnungen. Heute fand der Spatenstich für dieses innovative Projekt statt.

Hermann Egger, Sprecher des Vorstandes der Kelag: „Dieses Projekt verdeutlicht unsere Unternehmensstrategie. Bei der Fernwärmeversorgung nutzen wir industrielle Abwärme, wo immer es möglich ist. Seit 1985 nutzen wir in Weißkirchen industrielle Abwärme, auch bei der Abwärmenutzung von Pöls sind wir Projektpartner.“ In Linz, Laakirchen, St. Veit an der Glan, Wolfsberg und Neudörfl nutzt die KELAG Wärme GmbH Abwärme von Industriebetrieben für die Fernwärmeversorgung. „Wo es keine Abwärme gibt, setzt die KELAG Wärme GmbH auf Biomasse“, sagt Hermann Egger. „In Hartberg zum Beispiel betreiben wir das größte Biomasseheizwerk in der Steiermark. Unser Ziel ist es, auf fossile Energieträger möglichst zu verzichten. Die Nutzung von industrieller Abwärme verringert den Ausstoß von CO2 in Trofaiach um 6.000 Tonnen pro Jahr. Damit tragen wir ein Stück zur Erreichung der ehrgeizigen Klimaschutzziele bei.“

„Unser Unternehmen ist der größte österreichweit tätige Anbieter von Fernwärme auf der Basis von industrieller Abwärme und Biomasse“, erläutert Günther Stückler, Geschäftsführer der KELAG Wärme GmbH. „In der Steiermark sind wir seit mehr als 30 Jahren vertreten, hier betreiben wir 21 Fernwärmenetze und 143 Heizzentralen, an unsere steirischen Kunden liefern wir pro Jahr knapp 300 Millionen Kilowattstunden Wärme. Am Standort Graz beschäftigen wir 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Umstellung der Wärmeversorgung von Trofaiach auf industrielle Abwärme ist ein schönes Beispiel, dass durch die konstruktive Zusammenarbeit mehrerer Partner ein zukunftsweisendes, umweltfreundliches Projekt verwirklicht werden kann.“ Im Dezember 2014 wird die Fernwärmeleitung nach Trofaiach in Betrieb gehen, die in Trofaiach installierten Erdgaskessel werden dann nur noch als Ausfallsreserve dienen.

Kooperation mehrerer Partner
Möglich wird dieses derzeit größte Fernwärmeprojekt in der Steiermark durch die Zusammenarbeit mehrerer Partner. „Die Stadtwerke Leoben haben gemeinsam mit der voestalpine Donawitz im Jahr 2009 das Projekt Stadtwärme entwickelt und in mehreren Baulosen bis heute auf nahezu das gesamte Leobener Stadtgebiet ausgeweitet“, wie Ronald Schindler, Direktor der Stadtwerke Leoben ausführt. „Im Vollausbau stehen somit allein in Leoben rund 70 Gigawattstunden Wärmeleistung zur Verfügung. Unser Ansatz dabei war von Anfang an, die Innenstadt frei von Hausbrand zu bekommen und sukzessive sämtliche Anlagen mit grüner Energie versorgen zu können. Daher freut es uns umso mehr, dass dieses Erfolgsmodell nun auch auf Trofaiach ausgeweitet werden kann“, so Schindler weiter.

Projektabschluss „Abwärme-Nutzung für die Wärmeversorgung in Trofaiach“


04.07.2014
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