Solarenergie für die Fernwärme Villach

03.12.2013

Ein innovatives Projekt haben die Landeswohnbau Kärnten (LWBK) und die KELAG Wärme GmbH in Villach umgesetzt. Seit Herbst 2013 wird Wärme aus der Solaranlage auf dem Dach des Lehrlingsheimes in Warmbad Villach in das Netz der KELAG Wärme GmbH eingespeist.



„Auf unserem neuen Lehrlingsheim haben wir eine Solaranlage mit einer Kollektorfläche von 525 m² errichtet, um unseren Warmwasserbedarf zu decken“, erläutert Josef Winkler, Geschäftsführer der Landeswohnbau Kärnten. „In den Ferien und am Wochenende können wir nicht die gesamte Wärme nutzen. Die überschüssige Wärme aus unserer Solaranlage speisen wir in das Fernwärmenetz der KELAG Wärme GmbH ein“. „Aus der Solaranlage auf dem Lehrlingsheim beziehen wir pro Jahr rund 200.000 Kilowattstunden Wärme, das entspricht dem Wärmebedarf von 50 Wohnungen“, sagt Günther Stückler, Geschäftsführer der KELAG Wärme GmbH. „Das ist zwar nur ein kleiner Teil der Wärme, die wir an Kunden in Villach liefern, energiewirtschaftlich ist es aber sinnvoll.“ Im August 2013 ist der Testbetrieb für dieses innovative Projekt abgeschlossen worden. Geschäftsführer Winkler betont, dass es mit der Einspeisung in das Wärmenetz gelinge, jede erzeugte Kilowattstunde Wärme zu nutzen und damit einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten.

Grüne Wärme für Villach
Villach gehört zu den zehn größten Netzen in Österreich und ist das zweitgrößte Fernwärmesystem in Kärnten. Über ein rund 90 Kilometer langes Fernwärmenetz werden rund 800 Kunden, darunter Großkunden wie Infineon, das LKH Villach, der Ressortbereich in Warmbad, Objekte der Stadt Villach und ca. 11.500 Haushalte mit 180 Millionen Kilowattstunden umweltfreundlicher Fernwärme versorgt. Für die Fernwärme in der Stadt Villach dienen verschiedene Energiequellen: Industrielle Abwärme, Wärme aus zwei Biomassewerken, Deponiegas, Solarwärme und Erdgas. „Rund 80 % des Wärmebedarfes in der Stadt Villach können wir bereits aus Erneuerbarer Energie decken, Erdgas setzen wir nur zur Abdeckung von Bedarfsspitzen und als Ausfallsreserve ein“, erläutert Geschäftsführer Stückler.

Villach ist innovativ
„Die Stadt Villach hat sich schon vor Jahren für Erneuerbare Energien entschieden“, betont Bürgermeister Helmut Manzenreiter. „Dank innovativer Maßnahmen wie zum Beispiel die Nutzung von Solarenergie für die Fernwärme und die fast flächendeckende Fernwärmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energie Biomasse hat unsere Stadt das Kyoto-Ziel, die Treibhausemmissionen zu halbieren, bereits erreicht. Während in anderen Ballungsräumen täglich alarmierende Feinstaubkonzentrationen gemessen werden, können die Bewohner der Stadt Villach gesunde Luft tief einatmen“, sagt Manzenreiter. Die Fernwärmeversorgung in der Stadt Villach spart pro Jahr mehr als 40.000 Tonnen CO2. „Die gute Luftqualität in der Stadt ist nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt wichtig, sondern auch ein Vorteil für den Tourismusstandort.“
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Fakten zum Lehrlingsheim:
Seit 5. September 2013 bezogen die ersten Lehrlinge das neue Lehrlingsheim Warmbad  Villach. Das Lehrlingsheim befindet sich in der Nähe der Tourismusschule, bietet Platz für 200 Lehrlinge, die hier die Berufsschule für Konditor, Bäcker, Fleischer und Systemgastronom besuchen. Bauträger des Lehrlingsheimes ist die Landeswohnbau Kärnten, sie hat rund 18 Millionen Euro in dieses Projekt investiert.

Josef Stocker


03.12.2013
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