Rosenbauer steigt auf Fernwärme um: KELAG Wärme GmbH liefert industrielle Abwärme der voestalpine.

29.10.2014

Die KELAG Wärme GmbH erweitert in Linz/Leonding ihr Fernwärmenetz und wird in Zukunft neben anderen Kunden auch das Werk II der Rosenbauer International AG mit industrieller Abwärme der voestalpine beliefern.

„Wir freuen uns, dass wir Partner eines international führenden Unternehmens geworden sind“, sagt DI Günther Stückler, Geschäftsführer der KELAG Wärme GmbH. „Wie allen unseren Kunden in Linz und Leonding liefern wir auch Rosenbauer industrielle Abwärme der voestalpine, die hier intelligent genutzt wird. Auf diese Weise verbessern wir gemeinsam die Energieeffizienz und die Klimabilanz. Im Werk II von Rosenbauer kann in Zukunft auf  Erdgas verzichtet werden.“

Rosenbauer: Nachhaltige Ausrichtung
DI Gottfried Brunbauer, Vorstand der Rosenbauer International AG erläutert, warum sich das Unternehmen für Fernwärme entschieden hat: „Mit der Umstellung auf Fernwärme konnten wir die Heizungsanlage im Werk II optimieren und die Energieeffizienz des gesamten Werkes wesentlich steigern. Durch die Nutzung von Abwärme sparen wir pro Jahr ca. 1.000 t CO2 ein und verbessern damit auch die Umweltbilanz bei Rosenbauer. Das Bestreben Ökologie und Ökonomie miteinander zu verbinden, ist für uns kein Selbstzweck, sondern hilft mit, den Konzern nachhaltig wirtschaftlich auszurichten.“ 

Nutzung von industrieller Abwärme und Energieeffizienz
Der Produktionsstandort der Rosenbauer International AG in der Haidfeldstraße ist der Schlüsselkunde für die Erweiterung des Fernwärmenetzes der KELAG Wärme GmbH. Nun können weitere potenzielle Wärmekunden in der unmittelbaren Nachbarschaft angesprochen werden. „Der Ausbau unseres Fernwärmenetzes in Leonding ist ein wichtiger Schritt in der Umsetzung unserer Unternehmensstrategie“, erläutert Univ.-Prof. Hermann Egger, Sprecher des Vorstandes der Kelag. „Wir setzen auf die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energieträger und auf Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz.“

KELAG Wärme GmbH …
Das Geschäftsfeld Wärme der Kelag ist im Tochterunternehmen KELAG Wärme GmbH gebündelt. Dieses Unternehmen ist heute der größte österreichweit tätige Anbieter von Wärme auf Basis industrieller Abwärme und Biomasse. Die KELAG Wärme betreibt 80 Fernwärmenetze sowie rund 900 Heizzentralen und liefert pro Jahr rund 1,7 Milliarden Kilowattstunden Wärme an ihre Kunden. Das entspricht dem Wärmebedarf von rund 280.000 Wohnungen. „Schon heute stammt unsere Wärme zu mehr als 50 % aus industrieller Abwärme und Biomasse, bis 2024 wollen wir den Wert von 60 % erreichen und den Einsatz fossiler Energieträger verringern“, sagt Egger. „Der Netzausbau in Leonding und die Zusammenarbeit mit Rosenbauer sind für uns ein wichtiger Schritt zur Umsetzung unserer Strategie.“

… im Großraum Linz
In Linz/Leonding betreibt die KELAG Wärme GmbH ihr größtes Netz. Rechtsvorgänger haben 1967 mit dem Bau des Fernwärmenetzes in Linz begonnen, seit 1982 wird industrielle Abwärme der voestalpine genutzt, seit 2008 besitzt die KELAG Wärme GmbH dieses Netz und baut es konsequent aus. Das Wärmenetz befindet sich in den Linzer Stadtteilen Bindermichl und Harter Plateau sowie in der Stadt Leonding. Derzeit umfasst das Fernwärmenetz 41 km, pro Jahr liefert die KELAG Wärme GmbH in Linz/Leonding rund 175 Millionen Kilowattstunden Wärme an ihre Kunden. Mit dem Ausbau des Netzes in Leonding wird der Absatz um etwa 5 Millionen Kilowatt-stunden steigen. Damit festigt die KELAG Wärme GmbH ihre Marktposition im Großraum Linz.


V. l. n. r.: Manfred Freitag (Kelag-Vorstand), Günther Stückler (Geschäftsführer der KELAG Wärme GmbH), Gottfried Brunbauer (Vorstand der Rosenbauer International AG), Hermann Egger (Sprecher des Vorstandes der Kelag)


29.10.2014